Musterstatik

Eine Musterstatik, so wie sie man sich wünscht. Dabei kommt es nicht nur auf den Inhalt an, sondern wie gut der Inhalt zugänglich ist. Heute werden Statiken am Rechner erstellt, sodass diese sich am Rechner gut bedienen lassen müssen. Die Performance beschreibt, wie viele Rechnerressourcen (Speicherplatz, Arbeitsspeicher, CPU und Stromverbraucht) das Dokument benötigt. Je mehr Ahnung der Ingenieur vom Dokumentieren hat, desto leistungsfähiger ist auch seine Statik. Gerade in der heutigen Zeit der schnellen Rechner wissen die Menschen immer weniger, sodass das scrollen einer schlechten Statik einen Hochleistungsrechner benötigt. Denn das PDF braucht ein vielfaches mehr an Leistung, als das Spielen von Counter Strike oder Unreal Tournament.

Dadurch, dass immer stärkere Rechner zum Lesen von Dokumenten benötigt werden, sind vor allem diejenigen mit älteren Rechnern geprellt, die nur noch für 3D-Games taugen. Die Ursache für schlechte Dokumente ist vorallem die Unwissenheit, da Dokumentation nirgend wo unterrichtet wird, sich viele Ingenieure nach dem Studium nicht weiter bilden und im Alter festgefahrene Arbeitsmethoden nicht mehr modernisiert werden können.

 

Eine gute Performance korreliert mit einem guten Inhalt. Je mehr Mühe sich der Ingenieur gibt bzw je mehr Ahnung er hat, desto besser ist auch seine Arbeit. Fordere von einem Ingenieurbüro eine Musterstatik an und sehe, wie prüfe wie gut sie arbeiten, denn auf deren Webseite beschreiben sich alle als kompetent! Mach bei einem Ingenieurbüro den Idiotentest: Wer nur zusammengescannte Pixelstatiken liefern kann, hat keine Ahnung und die Rechnung/Nachträge des Nachunternehmers werden teuer.

 

Dies ist das Hauptkriterium für die Performance

  • PDF ist auf Text durchsuchbar
    1: in Fließtext, Formeln, Tabellen und Vektorgrafiken
    2: in Fließtext, Formeln und Tabellen
    3: in Fließtext, Formeln, übersichtliche Bilder
    4: in Fließtext, Formeln
    6: zusammengescannte Pixelstatik ohne einen einzigen Buchstaben
  • Dokument schont den Rechner
    1: wenig CPUauslastung beim scrollen, schnelles speichern und öffnen, geringes Datenvolumen, detailreiche zoombare Grafiken. Klimafreundlich, da fast kein Stromverbrauch.
    6: starker Rechner und viel Strom benötigt, träges Öffnen, langsamer Aufbau des Inhaltes, große Dateien, unscharfe Grafiken, ruckeliges Scrollen und verpixelte Texte

 

In diesem Beispiel habe ich eine Musterstatik in unterschiedlichen Performancestufen erstellt. Der Inhalt ist der gleiche, sodass sich die Dokumente nur in Nutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit unterscheiden.

Musterstatik Traggerüst Note1
Alle Grafiken sind so stark komprimiert, sodass sie bis in das tiefste Detail gezoomt werden können. Exceltabellen sind als Tabelle in Word eingefügt. Bei den Programmausdruck nur das nötigste.
Musterstatik_Traggerüst_Note1.docx
Microsoft Word-Dokument [3.0 MB]

Nutze PowerWMF, um von Note 2 auf Note 1 zu gelangen!

Musterstatik Traggerüst Note2
Es fehlt das Wissen, wie man AutoCAD als Vektorgrafik in Word reinbekommt. Dies wird kompensiert, indem alle Vektorgrafiken im passenden Bitmapformat sind. Die Grafiken sind im PDF nicht mehr auf Text durchsuchbar.
Musterstatik_Traggerüst_Note2.docx
Microsoft Word-Dokument [13.0 MB]

Lese hier, wie du Excel in Word einfügst, um von Note 3 auf Note 2 zu gelangen!

Musterstatik Traggerüst Note 2-
Es fehlt das Wissen, wie man Excel in Word rein bekommt. Dieses Wissensdefizit wird kompensiert, indem Excel als EMF oder OLE eingefügt wird. Die Tabellen werden im PDF weiterhin auf Text durchsuchbar sein.
Musterstatik_Traggerüst_Note2Minus.docx
Microsoft Word-Dokument [21.2 MB]
Musterstatik Traggerüst Note3
ZRS-Dokumentationstechnologie
Es fehlt das Wissen, wie man Excel in Word rein bekommt. Dieses Wissensdefizit wird kompensiert, indem Excel als PNG eingefügt wird. Tabellen sind verpixelt.
Musterstatik_Traggerüst_Note3.docx
Microsoft Word-Dokument [23.6 MB]
Musterstatik Traggerüst Note4
Es fehlt das Wissen im Umgang mit Dateiformaten. Grafiken sind im falschen Bitmapformat (hauptsächlich JPG) eingefügt, auch Excel. Es wird mit Snippingtools gearbeitet, da diese vom Wissen befreien.
Programmausdrucke sind nicht zusammengefasst.
Musterstatik_Traggerüst_Note4.docx
Microsoft Word-Dokument [41.7 MB]
Dummkopfstatik Traggerüst Note5
Es fehlt das Wissen, wie man Programmausdrucke in Word einfügt. Dieses Defizit führte dazu, dass diese als Screenshot in Word gelandet sind.
Musterstatik_Traggerüst_Note5.docx
Microsoft Word-Dokument [74.4 MB]

Idiotenstatik Traggerüst Note6

Es fehlt das Wissen, wie man Seitenzahlen in Word erstellt. Menschen mit diesem Defizit drucken das Dokument aus, schreiben die Seitenzahl per Hand rein und scannen es wieder ein. Die Performance ist so schlecht, sodass das gesamte Dokument aus Pixeln besteht und kein einziger Buchstabe gesucht werden kann.

Microsoft Word-Dokument [154.3MB]

 

Inhalt der Statik ist ein großes Traggerüst mit alter ZRS-Technologie, wo ich in der verlassenen Fabrik noch ein letztes Mal produziert habe. Die Statikfabrik wurde einst von Uwe Seiler konstruiert, die ich bei ZRS maßgebend weiterentwickelt hatte. Die auf Excel basierte ZRS-Technologie zur Massenproduktion von Fließbandstatiken ist Abandonware.

Das besondere ist, dass die gesamte Statik mit Excel erstellt wurde und kein externes Programm zum Einsatz kam. WMF-Balken hat sich gegenüber FriLo Durchlaufträger in mehreren Punkten als wesentlich effizienter erwiesen: z.B. Übernahm von Auflagerkräfen von und nach Excel, mehr als 13 Felder, Jacobi-Löser, schnelleres Ändern und Kopieren.

 

Datein für die Statik
Hier habe ich die ganzen Längsträgerlagen und Jochquerträger berechnet. 270 Seiten Statik - alles mit Excel und in Word zusammengestellt.
TG_Muster.xlsb
xlsb Datei [1.5 MB]

 

Hohe Performance wird durch die richtige Wahl der Einfügemethode erreicht. Dafür sind diese Dokumentationsfähigkeiten notwendig:

  1. Fähigkeit ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen
    1: Inhaltsverzeichnis vorhanden
    2: Inhaltsverzeichnis in Standardformatierung vorhanden + Layout passt nicht zum Rest
    6: Inhaltsverzeichnis nicht vorhanden
  2. Fähigkeit Fließtext in Word ein zu geben
    1: Text wird über die Tastatur eingegeben
    6: Te_ uurd aufw Popie_ jekralceet uud dauu eiu Wo-d scluuer llsbar reiugescauut
  3. Fähigkeit Formeln zu erstellen
    1: Wurzeln, Brüche und große Klammern sind vorhanden
    2: Malzeichen und Tiefstellung sind vorhanden; Auf ein / folgt kein / oder · mehr.
    3: Tiefstellung ist vorhanden
    4: Formeln bestehen aus Fließtext
    6: Formeln bestehen aus Pixeln
  4. Fähigkeit Seitenzahlen zu erstellen
    1: Seitenzahlen werden von Word erzeugt. Entweder Abschnittswexel oder Revisionsverzeichnis sind vorhanden.
    6: Da diese Fähigkeit fehlt, wird das Dokument ausgedruckt, die Seitenzahlen per Hand reingeschrieben und wieder eingescannt
    6: Änderungen nicht gekennzeichnet: Entweder keine Index-Seiten oder fehlendes Revisionsverzeichnis.
  5. digitale Qualität des Firmenlogos
    1. Das Firmenlogo ist sauber vektorisiert
    4: Das Firmenlogo ist im passenden Bitmapformat
    5: Das Firmenlogo ist eine korrupte Vektorgrafik
    6: Das Firmenlogo ist im falschen Bitmapformat
    7: Das Firmenlogo ist eine korrupte Vektorgrafik, die den Rechner ausbremst
  6. Fähigkeit Excel in Word ein zu fügen
    1: Excel wird als Tabelle in Word eingefügt
    2: Excel wird als Vektorgrafik (OLE, WMF oder EMF) eingefügt
    5: Excel im passenden Bitmapformat
    6: Excel wird als Screenshot oder per Snippingtool eingefügt
  7. Fähigkeit Grafiken in Word ein zu fügen
    1: eigene Grafiken erscheinen als Vektorgrafik
    3: Die Vektorgrafiken haben zersplitterte Buchstaben als Polygone
    5: Grafiken im passende Bitmapformat
    6: Snippingtools oder Screenshot
  8. Fähigkeit Programmausdrucke in Word ein zu fügen
    1: Die RTF Funktionen des Programms werden genutzt
    1: Programmausdruck als separaten Anhang, der nicht in Word eingefügt wird
    6: PDF und dann Snippingtool
  9. Fähigkeit der richtigen Programmausdrucke
    1: Schnittgrößen als Vektorgrafiken, sodass selbst überlappende Texte lesbar sind
    2: unscharfe Grafiken, aber mit echtem Text sowie schlanke Tabellen
    5: verpixelte Grafiken mit schwer lesbarem Text und ein Haufen nichtssagender Tabellen
    6: seitengroße Pixelgrafiken mit viel weißer Fläche und wenig Inhalt sowie tausend Pixeltabellen
  10. Fähigkeit Fremdgrafiken zu verarbeiten
    0: häufige Grafiken sind vektorisiert
    1: passendes Bitmapformat
    6: passendes Bitmapformat, aber falscher PDF-Export
    6: falsches Bitmapformat
    Für diejenigen, die nicht wissen, was der Unterschied zwischen PNG, GIF, BMP, TIF, WMF oder JPG ist.
    JPG: Bitmap mit verlustbehaftete Kompression. Ideal für Fotos, aber schlecht für wenigfarbige Grafiken
    PNG: Bitmap. Ideal für wenigfarbige Bilder. Unterstützt 4 Bitfarbtiefe. Schlecht für Fotos.
    GIF: Bitmap. Nur 8 Bit Farbtiefe, wie PNG nur schlechter
    BMP: Bitmap. unkomprimierte Daten. Unterstützt wie PNG 4 Bitfartiefe. Ideal für einfache Skripte und Makros, aber schlecht zum Einfügen. Word verwandelt jedes BMP in ein schlecht komprimiertes PNG.
    TIF: Bitmap. Wird in Word nicht komprimiert. TIF kennt alle Kompressionsarten: unkomprimiert, CCITT, verlustbehaftet oder verlustfrei. Wer sein TIF nicht komprimiert, erreicht schnell über 100MB. CCITT ist für Monochrom und damit stärker als monochrom PNG.
    WMF: Vektorformat. Enthält Texte, Linien oder Bitmaps.
  11. Fähigkeit kleine Dateien zu erzeigen
    1: 5-10kB pro Seite
    2: 10-20kB pro Seite
    3: 20-40kB pro Seite
    4: 40-80kB pro Seite
    5: 80-160kB pro Seite
    6: über 160kB

Ein hoher Anteil an Fremdgrafiken, Programmausdrucken von Hilti und Fischer, Grafiken aus Rstab sowie Fotos machen es unmöglich unter 5kB zu kommen, da die Programmierer schlechte Performance liefern auf die man keinen Einfluss hat. Ein einziger Dübelnachweis braucht genauso viele Ressourcen wie mein Diplom und Master zusammen.
Der Speicherbedarf dieses Dokumentes wäre unter 10kB pro Seite, aber es wurde noch der Inhalt aus vielen A0 Plänen powerWMFeingefügt.

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cc-by-sa; Simon Pie